"Die Maut ist grundsätzlich eine Option", sagte Patrick Döring, der verkehrspolitische Sprecher der FDP.
Im Zuge der Koalitionsverhandlungen erwähnte Patrick Döring, verkehrspolitischer Sprecher der FDP, eine PKW-Maut dürfte kein Tabu sein und löste damit eine Welle der Entrüstung unter vielen Deutschen aus. Doch angesichts der „kontinuierlichen Unterfinanzierung“ und des Investitionsstaus auf Deutschlands Straßen, könnte man von einer PKW-Maut durchaus profitieren. Die Expertenkommission für Verkehr soll nun laut Döring "neue Finanzierungsinstrumente" entwickeln, die zu einer "Reduzierung der Haushaltsabhängigkeit bedarfsgerechter Verkehrsinvestitionen" führen solle. Das Konzept wäre eine Nutzerfinanzierung, anstatt einer Steuerfinanzierung. Diese Meinung herrscht auch in der Arbeitsgruppe für Verkehr vor: Damit die PKW-Maut eine gerechte Lösung darstellt, muss die Kfz-Steuer oder die Kraftstoffsteuer gesenkt, wenn nicht gar abgeschafft werden. Auswärtige Autofahrer könnten Deutschland dann nicht mehr, mit einem kurz vor der Grenze gefüllten Tank, als Transitland nutzen, ohne auch nur einen Cent für die Straßennutzung zu zahlen.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Montag, 12. Oktober 2009
Daimler versuchts mit smarter Revolution
Im Frühjahr dieses Jahres startete Daimler ein Carsharing-Pilotprojekt in Ulm. 200 Smart-Zweisitzer können über einen Chip am Führerschein gemietet werden und müssen nach der Fahrt noch nicht einmal wieder zum Ausgangsort zurückgebracht werden. Die Fahrt wird in Minuten abgerechnet, für 19 Cent pro Minute, inklusive aller Nebenkosten ist man dabei. Über 13.000 Menschen, also jeder Fünfte Fahrberechtigte der Stadt, hat sich als Kunde angemeldet. Weit über 100.000 Fahrten wurden bereits abgerechnet. „Wir werden in Ulm überrannt“, sagt Vorstandschef Dieter Zetsche. Auch andere Städte interessieren sich für das Projekt und untersuchen, wie es sich auf die eigene Region übertragen lässt. „Mitte 2010 ist das Konzept international marktfähig. Dann können wir es auf weitere Städte ausdehnen“, sagt Dieter Zetsche. „Das Interesse der Bürgermeister ist riesengroß.“
Ein ähnlicher Versuch wird ab November in Texas durchgeführt und für das nächste Jahr steht bereits Paris auf dem Plan. (Die Ausschreibung läuft noch.)
Das Prinzip der Mobilitätsdienstleistung, bringt für Großstädte viele Vorteile. Denn viele Ballungszentren und Verkehrsknotenpunkte können kaum mehr Autos ertragen. Ganz im Gegenteil: Behörden tun alles um die Automassen möglichst von den Zentren fernzuhalten. Sondersteuern, City-Maut und Wucherpreise für Parkplätze tun ihr Übriges. Vielleicht ist das „car to go“ von Daimler tatsächlich die „Revolution urbaner Mobilität.
Ein ähnlicher Versuch wird ab November in Texas durchgeführt und für das nächste Jahr steht bereits Paris auf dem Plan. (Die Ausschreibung läuft noch.)
Das Prinzip der Mobilitätsdienstleistung, bringt für Großstädte viele Vorteile. Denn viele Ballungszentren und Verkehrsknotenpunkte können kaum mehr Autos ertragen. Ganz im Gegenteil: Behörden tun alles um die Automassen möglichst von den Zentren fernzuhalten. Sondersteuern, City-Maut und Wucherpreise für Parkplätze tun ihr Übriges. Vielleicht ist das „car to go“ von Daimler tatsächlich die „Revolution urbaner Mobilität.
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